Rezension
von S.A.Barnes
Produktbeschreibung:
Herausgeber : Bramble HC
Erscheinungstermin : 1. September 2026
Sprache : Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 448 Seiten
ISBN-10 : 3426565242
ISBN-13 :
978-3426565247
Originaltitel :
Deaths's Daughter
Buch 1 von 1 : Erbe der Uralten
Kurzinformation
Eigentlich hat Jocasta alles, was eine normale Studentin
braucht: einen sicheren College-Platz an der renommierten Beecher Universität,
einen Job und eine verkorkste Affäre mit ihrem Dozenten. Doch Jo ist alles
andere als normal. Als Tochter des Todes muss sie sich von negativen Gefühlen
ernähren, um zu überleben: den kleinen Toden des Alltags, Enttäuschung,
gebrochene Herzen, Misserfolgen. Niemand in ihrem sorgfältig errichteten Umfeld
kennt Jocastas wahres Gesicht.
Bis der gut aussehende Devon, Nachfahre der Lust, auf dem
Campus auftaucht und verkündet, dass Jo offiziell zur Nachfolgerin des Todes
ernannt wurde. Was sie in eine Position nie gewollter Macht rückt – und zur
Bedrohung macht für alle, die sie liebt. Aber Beecher ist der einzige Ort, an
dem sie sich jemals zu Hause gefühlt hat, und Jo wird alles tun, um ihn zu
schützen. Selbst wenn das bedeutet, zu dem zu werden, was sie hasst ...
Als ihre beste Freundin auf mysteriöse Weise ums Leben
kommt, versucht Jo verzweifelt, den Mörder zu finden und ihre Freunde zu
beschützen. Auf dem Campus erwacht etwas Böses, und Jo hat nur dann eine
Chance, wenn sie eine unheilvolle Allianz mit Devon eingeht …
Autoreninformation:
S. A. Barnes arbeitet tagsüber in einer Schulbibliothek, in
der sie Lektüren empfiehlt, sich mit Schüler*innen unterhält und gelegentlich
eine vergessene Käsescheibe entdeckt, die als Lesezeichen dient. Unter dem
Pseudonym Stacey Kade hat Barnes zahlreiche Romane in verschiedenen Genres
veröffentlicht. Sie lebt in Illinois mit mehr Hunden und Büchern, als
vernünftig wäre, und einem ausgesprochen geduldigen Ehemann.
Fazit: SPOILER
„Death’s Daughter“ hat mich mit seiner ungewöhnlichen
Geschichte schnell neugierig gemacht. Schon die Idee, dass die Hauptfigur die
Tochter des Todes ist und sich von den negativen Gefühlen anderer Menschen
ernähren muss, fand ich sehr interessant. Die Geschichte verbindet Fantasy mit
einem modernen College-Setting und einer düsteren Atmosphäre. Dadurch entsteht
eine Mischung, die sich etwas anders anfühlt als viele andere
Romantasy-Geschichten.
Jocasta, genannt Jo, ist eine interessante Hauptfigur. Nach
außen versucht sie, ein möglichst normales Leben als Studentin zu führen. Sie
hat einen Platz an einer angesehenen Universität, einen Job und ihre Freunde.
Doch niemand weiß, was wirklich in ihr steckt. Jo muss mit einer Seite von sich
leben, die sie selbst nicht immer akzeptieren kann. Gerade dieser innere
Konflikt macht sie für mich zu einer spannenden Figur.
Ich mochte besonders, dass Jo nicht als perfekte Heldin
dargestellt wird. Sie hat ihre Fehler, Ängste und Unsicherheiten und muss im
Laufe der Geschichte viele schwierige Entscheidungen treffen. Dabei steht immer
wieder die Frage im Raum, wie weit man gehen darf, um Menschen zu schützen, die
einem wichtig sind. Jo möchte eigentlich nichts mit ihrer dunklen Seite zu tun
haben, wird aber immer stärker mit ihr konfrontiert.
Auch das College-Setting hat mir gut gefallen. Die
Universität wirkt zunächst wie ein ganz normaler Ort, doch nach und nach merkt
man, dass dort vieles nicht so ist, wie es scheint. Geheimnisse, Gefahren und
übernatürliche Kräfte sorgen dafür, dass hinter der normalen Fassade immer eine
gewisse Bedrohung spürbar bleibt. Dadurch entsteht eine schöne
Dark-Academia-Stimmung.
Devon bringt zusätzlich eine interessante Dynamik in die
Geschichte. Er ist geheimnisvoll, selbstbewusst und sorgt dafür, dass Jos
bisheriges Leben plötzlich auf den Kopf gestellt wird. Die Beziehung zwischen
den beiden entwickelt sich nicht einfach und schnell, sondern ist von Spannung,
Misstrauen und unterschiedlichen Interessen geprägt. Gerade das hat mir gut
gefallen, weil dadurch immer eine gewisse Unsicherheit bleibt.
Neben der romantischen Seite gibt es auch einen spannenden
Mystery-Anteil. Als ein schreckliches Ereignis passiert, beginnt für Jo die
Suche nach Antworten. Sie versucht herauszufinden, wem sie vertrauen kann und
wer möglicherweise etwas zu verbergen hat. Dabei kommen immer mehr Geheimnisse
ans Licht. Ich fand es spannend, gemeinsam mit Jo nach Hinweisen zu suchen und
über die möglichen Zusammenhänge nachzudenken.
Die düstere Atmosphäre passt sehr gut zur Geschichte. Es
geht um Tod, dunkle Gefühle, Macht und gefährliche Geheimnisse. Trotzdem gibt
es auch ruhigere und emotionale Momente. Gerade dieser Wechsel hat die Handlung
für mich abwechslungsreich gemacht.
Besonders interessant fand ich die Idee mit den
verschiedenen übernatürlichen Wesen und Kräften. Die Geschichte gibt dem Thema
Tod eine eigene Bedeutung und verbindet es mit menschlichen Gefühlen wie
Enttäuschung, Trauer und Liebeskummer. Dadurch wirkt die Fantasy nicht einfach
wie ein zusätzlicher Teil der Handlung, sondern ist eng mit Jos Leben und ihrer
Persönlichkeit verbunden.
Auch die Nebenfiguren tragen ihren Teil zur Geschichte bei.
Freundschaft und Zusammenhalt spielen eine wichtige Rolle, und man merkt, wie
viel Jo daran liegt, die Menschen zu beschützen, die ihr nahestehen.
Gleichzeitig wird deutlich, dass Vertrauen nicht selbstverständlich ist und
manche Geheimnisse schwere Folgen haben können.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Die Geschichte lässt
sich flüssig lesen und die Handlung sorgt immer wieder dafür, dass man wissen
möchte, wie es weitergeht. Besonders die Mischung aus Fantasy, Mystery und
Romantik macht das Buch abwechslungsreich.
Insgesamt hat mir „Death’s Daughter“ gut gefallen. Die
Geschichte bietet eine interessante Hauptfigur, eine düstere College-Welt,
übernatürliche Kräfte, Geheimnisse und romantische Momente. Besonders die Idee
rund um die Tochter des Todes fand ich außergewöhnlich und spannend.
Wer gerne Dark Academia, Urban Fantasy und Romantasy liest
und dabei eine Geschichte mit Geheimnissen, dunkler Magie, Freundschaft und
einer komplizierten Liebesgeschichte sucht, könnte mit diesem Buch viel Freude
haben. Für mich war es vor allem die besondere Grundidee und die düstere
Atmosphäre, die die Geschichte interessant gemacht haben.
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