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Sonntag, 3. Januar 2016

Ein Interview mit Thomas Lisowsky


So nu endlich hat es geklappt und wir beide haben Zeit für unser Interview.


Auf der Buchmesse in Frankfurt haben wir uns ja kennengelernt und uns auf Anhieb gut verstanden,
du bist schon ein toller Typ.
Zu dem Zeitpunkt habt ihr auf Wolfgang Hohlbein gewartet mit dem du am Nachmittag eine Lesung zusammen hattest.


Wie fühlt man sich wenn man man als Neuling mit einem Urgestein der Fantasy auf der Bühne steht?

Zuerst war ich ziemlich nervös – aber zum Glück ist der Hohlbein ja auch ein toller Typ, also haben wir haben uns sofort super verstanden. ;)
Spaß beiseite, es ist natürlich eine riesige Ehre für mich gewesen, zumal Die Töchter des Drachen von Hohlbein wirklich einer der ersten Fantasy-Romane ist, die ich gelesen habe, und den ich bis heute unter den Top 5 der Romane sehe, die mich in meinem Schreiben am meisten beeinflusst haben.
Ich bin unheimlich froh, dass ich von dotbooks die Möglichkeit bekommen habe, mit Hohlbein zusammen aufzutreten, und das ja nun schon mehr als ein Mal.
Jetzt weiß ich nur nicht mehr, wie man das weiter steigern kann... hm, dann muss ich wohl mit dem Schreiben aufhören!

UNTERSTEH DICH ;)


Aber ich muss dir gestehen das ich von deinen 10 Büchern bis dato nur eines gelesen habe.*schäm* Aber das hat mir um so besser gefallen. Magie der Schatten ist ja in sich abgeschlossen oder gehört es etwa zu der Schwerter Reihe?

Zehn Bücher ist etwas übertrieben, die Schwerter sind ja alle nur kleine Novellen, die zusammen einen (etwas längeren) Roman ergeben. :)
Ob die Welten zusammengehören ist eine gute Frage. Die einfache Antwort wäre: Nein. Die richtige Antwort ist etwas komplizierter. Zu Beginn habe ich tatsächlich mit dem Gedanken gespielt, die selbe Welt zu nutzen. Aber dann habe ich mich umentschieden, weil mir die Welt zu sehr mit der Atmosphäre von Magie der Schatten belastet schien – es ist eine düstere, tragische Welt. Und die Schwerter haben bei allen Dämonen und dunklen Priestern doch eher etwas Leichtes, Abenteuerliches an sich.
Aber wie das bei Autoren so ist, haben die Romanwelten natürlich immer eine gewisse Ähnlichkeit. Bei mir gibt es immer Zauberer. Zauberer haben mich immer schon fasziniert, und so sind sie praktisch immer Teil meiner Romanwelten und spielen eine große Rolle. Vielleicht ist das so, weil ich selbst gern ein Zauberer wäre. :)


Warum sind deine Bücher bis jetzt nur als Ebook erschienen?

Die Schwerter-Serie habe ich direkt für das Medium entwickelt, inspiriert von Katja Piel und ihrer Reihe The Hunter. Eine Art Groschenroman in digitalem Format. Mit einem Fantasyprojekt als neuer Autor im analogen Groschenroman anzukommen ist nicht leicht, und das war auch nicht mein Ziel.
Für Magie der Schatten liegen die Rechte noch bei dotbooks, und die veröffentlichen weiterhin nur digital.

Anfang des Jahres hast du deine Fangemeinde ja ganz schön geschockt!
Umzug nach Schottland!

Was war passiert?

Die Kobolde und Elfen haben mich gerufen, ich musste nach Stonehenge, um dort das Geheimnis um den Erzdruiden... Oh, halt, das darf ich gar nicht erzählen.
Natürlich ist es einfach ein Auslandssemester gewesen, was mich hergezogen hat. Zum Ende meines Master-Studiums wollte ich die Gelegenheit noch einmal wahrnehmen, und was lag da näher als das mystisch aufgeladene Reich der Kelten?
Dazu noch durfte ich nach Edinburgh, in eine der schönsten Städte der Welt. Hier sieht alles aus, als wäre es die Kulisse zu einem Mittelalter-Film, es ist wirklich eine grandiose Stadt.

Warst du krank?
Geht es dir wieder Besser?

Mich hat eine ziemlich miese Kombination von Grippeinfektionen, und dazu kam dann noch ein postvirales Erschöpfungssyndrom. Klingt kompliziert, ist aber letztendlich einfach eine spezielle Form des Burnouts.
Die Ärzte haben mir gesagt, dass damit vor allem überambitionierte Wettkampfsportler heimsucht. Das habe ich natürlich als Kompliment genommen, auch, wenn ich so leider eine Weile mit meinem üblichen Ochsen-Stemmen pausieren muss!
Insgesamt war ich in der zweiten Jahreshälfte von 2015 mehr als drei Monate ausgeschaltet. Ich habe noch immer Nachwirkungen von dem Ganzen und arbeite mich erst wieder langsam an mein übliches Schreib- und Arbeitspensum heran. So etwas nagt natürlich an der Essenz, aber es hat mir auch Zeit gegeben, über meine Pläne als Autor nachzudenken.

Am vergangenen Wochenende haben wir ganz kurz miteinander geschrieben und da erwähntest du einen Stil Wechsel bei deinen Büchern, könntest du dir auch vorstellen an einem anderen Thema zu arbeiten außer Fantasy?

Oder ist da etwa schon was geplant?

Der Markt um Fantasy Bücher herum wird ja neben dem der Erotik Bücher immer größer und daher ist das schreiben bestimmt auch nicht immer leicht.

Solange man das Schreiben für sich betrachtet, ist es natürlich leichter. Wenn man Trends und Entwicklungen auf dem Markt berücksichtigen will, wird es schwieriger... Ich schreibe normalerweise das, worauf ich Lust habe.
Aktuell fühle mich sehr in die Young Adult-Richtung in die Moderne gezogen, aber mein Herz schlägt auch sehr für die klassische Fantasy. Zumindest, was mein nächstes Projekt angeht, werde ich mich bald entscheiden.

Ich mag ja sehr Historische Romane, jetzt da du in Schottland warst und in der schönsten Stadt der Welt gelebt hast könntest du dir vorstellen auch einen Historischen Roman oder einen Historischen Fantasy Roman zu schreiben?

Gute Frage. Als klassischer Fantasy-Autor schreibt man ja eigentlich Pseudo-Historische Romane. Einen reinen Historischen Roman zu schreiben kann ich mir erst einmal nicht vorstellen, dazu ist mir die Fantasy zu lieb. Aber eine Kombination? Nicht unmöglich. ;)

Was macht ein Autor neben Bücherschreiben in seiner Freizeit und in seinem Beruf oder ist schreiben Freizeit?

Schreiben ist meine Leidenschaft, und damit manchmal Freizeit und manchmal Knochenarbeit.
In der Zeit, in der ich nicht schreibe, tanze ich viel. Ich habe mit Hiphop und anderen Urban Dance-Stilen angefangen und interessiere mich seit Kurzem auch für Paartanz (nachdem ich vorher immer überzeugt gesagt habe: „Das machen doch nur alte Leute und notgeile Typen!“). In meiner Zeit in Edinburgh bin ich in die Salsa Society gerutscht und ehe ich es mir versah, belegte ich jeden erdenklichen Salsa-Kurs.
Das Tanzen hilft mir, meine Denkstrukturen aufzubrechen, danach ist in meinem Kopf alles einmal kräftig durchgerührt, und ich kann wieder mit neuer Energie an den Schreibtisch.

Wow Salsa ich beneide dich, mir fehlt da der richtige Tanzpartner für!

Könntest du dir vorstellen ohne das schreiben oder gar ohne Bücher zu leben?

Da ich das gerade durch meine Krankheit erfahren habe – nein! Ich muss einfach jeden Morgen schreiben. Das ist ein Ritual, das mich mein Leben lang begleiten wird.
Kann ich ohne Bücher leben? Ja, wenn ein E-Reader nicht als Buch zählt. ;) Ansonsten aber nicht. Ich habe auch versucht, Serien-Junkie zu werden, von denen es ja heutzutage einige gibt, aber irgendwie geben mir die Serien nicht soviel wie Bücher.

Stimmt ist für mich auch keine Option!

Wenn du auf einer einsamen Insel wärst und du hättest dort 3 Wünsche frei welche wären das?

Mal sehen... wahrscheinlich gilt es nicht, wenn ich mir wünsche, dass bald eine Luxusyacht vorbeischippert und mich mitnimmt. Ich bin eben Großstädter und brauche immer ein paar Menschen um mich herum.
Aber zumindest einen freundlichen Drachen hätte ich gern. Also keinen zum steigen lassen, sondern einen mit Schuppen. Auch gern mit Flügeln, aber das wäre wohl auch gemogelt, dann könnte ich ja klammheimlich auf seinem Rücken davonfliegen.
Dann wünsche ich mir eigentlich nur noch gutes Wetter mit angenehmen Temperaturen und Gesundheit. Wenn die Sonne scheint, man gesund ist und man einen Drachen an seiner Seite hat, kann doch nichts mehr schiefgehen, oder?

Da bin ich mir nicht so sicher ;)

Zum Schluss verrate uns doch bitte noch dein absolutes Lieblingsbuch!

Vorhin meinte ich noch, es sei in meinen persönlichen Top 3, aber wenn ich genauer darüber nachdenke – Nein, es gibt einfach kein Buch, das mir so sehr in Erinnerung geblieben ist wie Die Töchter des Drachen von Wolfgang Hohlbein. Es hat eine coole Heldin, eine dunkle, bedrohliche Welt und ist einfach eine spannende Abenteuergeschichte.
Der zweite Band dagegen, derThron der Libelle, ist ziemlicher Blödsinn. Ich wünsche mir, ich hätte ihn nicht gelesen. Ich rede mir immernoch ein, dass Hohlbein den gar nicht geschrieben hat.
Aber der erste und namengebende Band für die zweiteilige Reihe ist für mich einfach unersetzlich.

Donnerstag, 12. November 2015

Blogtour - Halbmondschatten



                     Blogtour zu  Halbmondschatten
                     von Mia Mazur



Bei der heutigen Blogtour darf ich euch zu einem Interview mit einem Berühmten Sohn Österreichs bekannt machen:       Herrn Georg Franz Kolschitzky    der maßgeblich an der Geschichte des Landes beteiligt war.

Herzlich Willkommen Herr Kolschitzky, ich freue mich das sie sich heute die Zeit genommen haben mir ein paar Fragen zu beantworten!

Kolschitzky:  Sehr gerne, aber ich muss sie schon gerade Berichtigen ich bin nur wie man so schön sagt Zugezogen. Ich bin mit 16 Jahren nach Wien gekommen!

Oh ja Entschuldigen Sie den Fehler.
Sie sind in ihrem Leben sehr viel gereist, waren im Dienste von dem Gesandten Johann Philipp Beris und dem Botschafter Walter Leslie.
Wie kam es dazu und was hat ihnen daran besonders gefallen?

Kolschitzky: Nun eine meiner Begabungen ist es Sprachen zu lernen so beherrschte ich zu diesem Zeitpunkt perfekt Türkisch und Rumänisch. Eine Liebe hatte ich noch nicht gefunden, aber den Glaube sie balz zu finden auch noch nicht verloren. Und so konnte ich mich ganz meiner Aufgabe
widmen.

Herr Kolschitzky  im Krieg  waren  sie ja unter anderem als Spion tätig und nun sind sie mit der Namensgebung einer Straße geehrt worden. Durch ihren Einsatz konnte Österreich vor einer Feindlichen Übernahme bewahrt werden.  Für ihr Angaschment  ist eine Straße nach ihnen benannt worden. Wie stehen sie dazu?

Kolschitzky: Über dieses Thema möchte ich nicht so gerne reden.
Viel lieber hätte ich mich mit ihnen über mein Kaffeehaus Unterhalten, das das erste in Wien war.
Aber vielleicht möchten sie ja mal bei uns im Hause vorbeischauen und wir genießen einen Kaffee zusammen.

Aber ist es nicht eher so das diese Geschichte von ihrem Kaffeehaus ein Märchen ist? Herr Kolschitzky möchten sie mir diese letzte Frage noch bitte  beantworten?
Vielen Dank für das kurze Interview, wie ich sehe sind sie in Eile!
Auf einen Kaffee bei ihnen komme ich gerne zurück.



Um am Gewinnspeil teilzunehmen, müsst ihr am Ende der Blogtour einen Satz zusammensetzen. Dazu ist in jedem Beitrag ein Wort versteckt, der am Ende einen Satz ergibt. Diesen Satz sollt ihr am Ende der Blogtour per Mail verschicken.
Ihr könnt jeden Tag ein Extra-Los sammeln, in dem ihr die jeweilige Tagesfrage in den Kommentaren beantwortet.
Wie gefallen euch die Wiener Kaffeehäuser?

Gewinnspielregeln:
✩ Seid über 18 Jahre alt oder habt die Erlaubnis eurer Eltern.
✩ Habt euren Wohnsitz in Deutschland. (für Print)
✩ Nach Ablauf des Gewinnspiels können wir euch im Falle des Gewinns eine Email senden. Hierfür müsst ihr uns eure E-Mail hinterlassen.
✩ Wir übernehmen keine Haftung und es gibt keinen Ersatz falls das Paket verloren geht.
✩ Der Gewinn wird nicht bar ausgezahlt.
✩ Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
✩ Das Gewinnspiel endet am 22.11.2015. Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt schnellstmöglich per Mail.


Montag, 09. November 2015
Leben mit Mittelalter
bei Laura von Buchtastischewelten

Dienstag, 10. November 2015
Protagonisteninterview
bei Jessica von Zeilenträumerin

Mittwoch, 11. November 2015
Das osmanische Reich
bei Nadja Bookwormdreamers

Donnerstag, 12. November 2015
Wer ist Georg Kolschitzky?
bei mir

Freitag, 13. November 2015
Krieg und Glauben
bei Susanne vonSunnys Buchwelten

Samstag, 14. November 2015
Wie wird es weitergehen?
bei Janina von Die Bücherfreaks

Sonntag, 15. November 2015
Autoreninterview
bei Bella von Bella´s Life

(  Kolschitzky kam im Alter von 16 Jahren nach Wien. Er sprach Rumänisch und Türkisch und war 1662 bis 1663 in den Diensten des nach Konstantinopel beorderten kaiserlichen Gesandten Johann Philipp Beris. 1665 bis 1666 war er „Unterdolmetsch“ beim Botschafter an der Hohen PforteWalter Leslie. 1667 trat er in die erste Wiener Orientalische Handelskompagnie ein und bereiste dabei den gesamten Balkan und den europäischen Teil des Osmanischen Reichs. 1679 unternahm er seine letzte Reise nach Konstantinopel und ließ sich im Sommer 1681 dauerhaft in Wien nieder.[1]
Während der Belagerung Wiens durch das türkische Heer unter Befehl des Großwesirs Kara Mustafa zwischen 15. Juli und 13. September 1683 gehörte Kolschitzky einer polnischen Einheit unter dem Befehl des polnischen Königs Jan III. Sobieski an.
Als die Truppen von Großwesir Kara Mustafa im Jahr 1683 die Wienerstadt belagerten, schlug seine große Stunde als Kundschafter: Kolschitzky wagte sich mit seinem serbischen Diener Đorđe Mihajlović, als Türke verkleidet, durch die Linien der Belagerer und kehrte mit der Meldung zurück, dass sich das Entsatzheer bald in Marsch setzen werde. Daraufhin wurde er in den Rang eines kaiserlichen Dolmetschers erhoben, erhielt eine ständige Besoldung und bekam ein Hofquartier zugeteilt.
Auf Grund seiner Leistungen während dieser zweiten Belagerung durch die Osmanen wurde Kolschitzky mit dem Titel einesKaiserlichen Dolmetschers ausgezeichnet.
Dass Kolschitzky das erste Wiener Kaffeehaus im damaligen Schlossergassel (heute: Stock-im-Eisen-Platz 4) eröffnete, ist eine willkürliche Erfindung, die der Piaristenpater Gottfried Uhlich 1783 in seiner Chronik Geschichte der zweyten türkischen Belagerung Wiens, bey der hundertjährigen Gedächtnißfeyer in die Welt setzte. Nach neueren Erkenntnissen[2] wurde das erste Wiener Kaffeehaus durch Johannes Theodat am 17. Jänner 1685 eröffnet. Erst ein Jahr danach erhielten drei ehemalige Kundschafter der Türkenbelagerung, darunter Kolschitzky, ebenfalls das Privileg des Kaffeeausschanks. Als sogenannte „Hofbefreite“ waren sie zwanzig Jahre von der Gewerbesteuer befreit. Ob Kolschitzky sein Privileg überhaupt jemals selbst in Anspruch nahm (oder es veräußerte bzw. verpachtete) ist aus den Quellen nicht ableitbar.
1862 wurde die Liniengasse in Wien-Wieden in Kolschitzkygasse umbenannt. Am EckhausKolschitzkygasse/Favoritenstraße befindet sich das Kolschitzky-Denkmal, das am 12. September 1885, dem Jahrestag der Schlacht am Kahlenberg, enthüllt wurde.
Quelle: Wikipedia.org  )










Dienstag, 18. November 2014

Interview mit Tom Fuhrmann


Heute im Gespräch Tom Fuhrmann


Biografie:                                                                                                    

Autorenvita Tom Fuhrmann
Der Autor wurde 1965 in München geboren. Er wuchs auf in Wuppertal, was für dreißig Jahre sein Lebensmittelpunkt war. Die 80er Jahre prägten ihn mit all ihren Auswüchsen. Er ist ein Kind des Punk, New Wave und der schwarzen Klamotten. Chaostage statt Love Parade war das Motto seiner Jugend.
Nach dem Abitur und einer kaufmännischen Ausbildung begann er seinen Zivildienst in der Pathologie. Weil seine Portrait-Zeichnungen sehr tot wirkten, verwarf er den Plan, Design zu studieren und begann im Anschluss sofort, als Roadie für verschiedene Bands zu arbeiten. Von den Meteors bis Gotthard und Running Wild war alles dabei.
Später in Köln arbeitete er unter anderem als Türsteher, Fahrer und Verkäufer für Möbelstoffe und Teppichböden. Bald zog es ihn wieder zurück zur Eventbranche, wo er auch heute noch tätig ist.
Als Techniker von Pink, Nelly Furtado, Gwen Stefany, Tom Astor, Atze Schröder oder Helge Schneider, und in der Crew bei vielen Fernsehproduktionen, Industriegalas und Messeproduktionen, bestreitet er den Lebensunterhalt für sich und seine Familie, zu der drei Kinder gehören.
Er lebt seit einiger Zeit mit seiner Familie in Niedersachsen.
Back to Back ist das Debüt. Zurzeit steht er kurz vor der Fertigstellung des zweiten Romans "Tantalos".


Fragen an den Autor

1.Würdest du dich bitte noch kurz für meine Blogleser vorstellen?
Was machst du Hauptberuflich und was Fasziniert dich so an dem Beruf?


Mein Name ist Tom Fuhrmann und wie es auch in meiner Autorenvita zu entnehmen ist, bin ich Tontechniker.

Angefangen habe ich mit meiner Arbeit vor 27 Jahren, und die Faszination rührt in erster Linie aus der Tatsache, dass

Kein Tag dem anderen gleicht. Ich glaube in meinem Blog „Nice Boys don´t play Rock´n´Roll“ habe ich geschrieben:

„Die einzige Gewissheit in unserem Job ist die Ungewissheit“. Das trifft es sehr gut. Dazu kommt, dass sich die

Arbeitskollegen über den ganzen Globus verteilen, und man trifft sich ständig irgendwo wieder.

Einen meiner besten Freunde, der aus Wien stammt, traf ich neulich in Barcelona nach fast zwei Jahren wieder.

Das gibt es nicht bei einem normalen Bürojob.


2. Wie bist du zum Schreiben gekommen?


Ich bin in der Tat erst durch „Back to Back“ zum Schreiben gekommen.

Das Buch ist wirklich auf Tournee entstanden und war zunächst als Witz gedacht,

da ein Kollege von mir auf einem Job in Dubai diese Rolex gefunden hatte.

Zunächst hatte daraus eine bitterböse Kurgeschichte gemacht, und plötzlich waren alle begeistert davon.

Man flehte mich an, ich solle weiter schreiben und das tat ich. Letzten Endes habe ich so meine Passion

für das Schreiben gefunden.

3. Woher stammt die Idee für das Buch?


Wie ich oben schon erwähnte, liegt eine Kurzgeschichte der Idee zugrunde.

Was letzten Endes daraus geworden ist, also der Roman „Back to Back“, hat mit der ursprünglichen

Idee nicht mehr sehr viel zu tun. Ich habe am Ende meinen Figuren Waffen in die Hand gedrückt,

und dabei zugesehen, was sie machen. Das habe ich am Ende Stück für Stück aufgeschrieben.

Säger, der Kommissar, war am Anfang nur eine Nebenfigur. Am Ende war er nicht nur eine der wichtigsten

Figuren, sondern auch mein persönlicher Liebling.

Mein Hauptanliegen war von Anfang an, die Grenzen zwischen "gut" und "böse" zu verwischen. Genau wie bei Säger,

der ja die Seiten wechselt, ohne deshalb ein Verbrecher zu sein, ist auch Esteban nicht nur schlecht.

Ich bin da echt stolz drauf, dass es mir gelungen ist, ihm so viel Sympathie zu verleihen, wie ich zahlreichen

Rezensionen entnehmen darf.


4. Was Fasziniert dich am Schreiben,gibt es ein besonderes Ritual dabei?


Nein. Das ist bei mir ein reines Zeitproblem. Ich schreibe, bedingt durch meinen Job

und meiner Familie mit drei Kindern, fast nur nachts. Zu Hause, wenn die Kids schlafen, auf Tour im Nightliner

oder im Hotel ebenso. Da hast du frühestens um ein oder zwei Uhr Feierabend, und dann beginnt das, was

manche Leute unter Freizeit kennen. Und da schreibe ich.

Ich bin ein Nachtmensch, ganz klar. Eine Art Fledermaus mit Schreibmaschine.


5. Was machst du wenn du nicht mehr weiterkommst beim Schreiben?


Dann warte ich eine Viertelstunde. Bisher gab es bei mir keine Blockaden.

Wenn mir zu den Romanen nichts einfällt, schreibe ich einen Blog.

Parallel schreibe ich auch an einem Jugendroman. Das ist allerdings ein

Langzeitprojekt. Für Kids zu schreiben ist sauschwer. Man muss dabei ja in

Erster Linie die Eltern überzeugen, und das in einer Form, dass es die Kids trotzdem auch mögen.

Irgendwas schreibe ich immer.


6. War es schwer das Buch an einen Verlag zu bekommen?


Kann ich gar nicht mal so genau beurteilen. Ich habe mich da gar nicht so großartig angestrengt.

Fest stand, dass ich ein „Oldschool-Produkt“ schaffen wollte: Kein Selfpublishing! Niemals ohne Lektorat und nur

mit Verlag. Als das Buch dann lektoriert war, habe ich noch ein Exposé geschrieben und dann zunächst

über einen Kontakt aus der Showbranche das Ding bei Heine Hardcore, Randomhouse und Bastei Lübbe direkt

auf den Schreibtischen der Entscheider abgeworfen. Die fanden es auch gar nicht schlecht, aber

leider nicht kommerziell genug. Man müsste zu viel Werbung machen und so weiter. Es gibt keinen richtigen Markt

für so etwas. Da dachte ich, fuck you. Von Bastei Lübbe habe ich selbst eh nichts im Regal. Ich schreibe ja nur für mich.

Dann habe ich noch zwei kleinere Verlage gefunden, die nicht das übliche „Bitte keine Manuskripte einschicken“

auf ihrer Homepage hatten. Der eine Verlag entpuppte sich als Verlag für Schwulenliteratur. Den anderen hatte ich völlig

vergessen. Da meldete sich ein dritter Verlag bei mir, der das Buch sofort herausbrachte. Dieser Kontakt kam

über meine Lektorin. Als ich dann schon fast 200 Bücher verkauft hatte, meldete sich der andere Verlag, der, den

ich schon vergessen hatte, und wollte das Buch auch verlegen. Das war mir dann peinlich.


7. Wie lange hast du für dein ersten Buch gebraucht?


Alles in allem ca. 1 Jahr oder 24000 km. Ich konnte ja nicht kontinuierlich schreiben.


8. Ist das zweite Buch schon in Arbeit und wenn ja, wann wird er voraussichtlich erscheinen?


Tantalos 2001 ist seit gestern zur zweiten Überarbeitung im Lektorat. Ich hoffe sehr, dass es im November

erscheint. Dort geht es allerdings um eine gänzlich andere Thematik. Weniger Tote, dafür origineller inszeniert.

Ein sympathischer Protagonist mit viel Zynismus im Blut. Sehr viel Autobiographisches. Und alles aus der Ich-Erzähler-Perspektive.


9. Welche Bücher liest du selber, wenn du Zeit und Lust dazu hast?


Ich lese natürlich sehr viel. Im Moment lese ich gleichzeitig 1Q84 von Haruki Murakami zu Ende und

habe Schätzings „ Breaking News“ angefangen. Ich war schon immer ein großer Bewunderer von ihm.

Ohne „Mordshunger“ hätte ich wahrscheinlich niemals die Idee bekommen, selbst zu schreiben.

Insofern bin ich total glücklich, dass ich Frank Schätzing als Tontechniker auf seiner Lesetour begleiten darf.

Ein Geschenk des Himmels. Und ein tolles Ding, was wir da machen. Geht blos hin, wenn ihr könnt.

Ansonsten lese ich alles von Hugo, Dumas, Poe und Mitchell bis hin zu Niven, Pratchett, Gaiman, Rowling und Charlie Huston.

Hauptsache, eine gute Story und gut erzählt. Mit Stephen King, Fitzek und Hohlbein kann man mich jagen.

Da finde ich keinen Draht zu.


10. Kannst du dir eine weitere Zukunft als Autor vorstellen. Sind weitere Ideen vorhanden?


Ja klar. Das hört jetzt nicht mehr auf. Neben dem Jugendbuch schreibe ich auch schon an meinem dritten Roman, der wieder in

Meiner Branche spielt. Allerdings aus der Perspektive eines Künstlers. Ideen sind ohne Ende vorhanden.

Keine Angst. ;-)



Thomas Fuhrmann


Audiotechnik


Vielen Dank Tom für deine Zeit 

Interview mit Angelika Kirchmaier

Interview                                                                          

mit der erfolgreichen
Ernährungsexpertin und Diätologin
Angelika Kirchmaier



1.Wie sind sie auf die Idee gekommen Rezepte so umzugestalten das man Sie nur noch mit der Gabel rühren muß und auch die Handhabung ist um einiges einfacher geworden.

Ich habe das Handwerk von der Pieke auf gelernt (Mein Abi absolvierte ich gemeinsam mit meinem Kochabschluss an einer Tourismusschule) . Mich hat schon in der Ausbildungszeit gestört, dass wir immer 1000 Schüsseln, unzählige Messbecher und X Löffel benötigten um irgendetwas heraus zu schöpfen, dass dann sowieso zur Hälfte im Messbecher oder am Löffel hängen blieb (Öl, Honig, Joghurt…). Dazu wollte ich schon damals nicht ständig die Mixstäbe wechseln und dazwischen abwaschen. Also habe ich viel herum experimentiert, (viele Fehlversuche erlitten L), bis es dann nach Jahren irgendwann reibungslos klappte. Ob Brotteig, Kekse, diverse pikante Speisen, vieles lässt sich mit meiner „Gabeltechnik“ mühelos und in kürzester Zeit zubereiten. Im Frühjahr wird ein Buch zum Thema Gartenküche erscheinen. Auch hier spielt die Gabel eine nicht unbedeutende Rolle ;-)
Seit mittlerweile 17 Jahren lehre ich nebenberuflich  im tertiären Bildungssektor und meine Devise lautet auch dort „Jeder der mehr als eine Schüssel pro Gericht benötigt, fällt durch ;-)“

2.     Worin besteht der Unterschied von  Weinsteinbackpulver zu Handelsüblichem Backpulver?

Backpulver benötigt für die volle Triebwirkung Säure. Das kann zum einen ein Phosphat sein, zum anderen Weinstein. Während Weinstein harmlos ist, kann Phosphat in größeren Mengen Knochenschwund und Kalkablagerungen fördern und möglicherweise auch Hyperaktivität verursachen (vgl. Auszug aus der aktuell gültigen E-Nummernliste)



Auszug aus der derzeit gültigen E-Nummernliste

E 450 i, ii, iii Dinatrium-, Trinatrium-,Tetranatriumdiphosphat Die Aufnahme großer Mengen kann zu Knochenschwund und Kalkablagerungen führen und möglicherweise Hyperaktivität verursachen

E 336 i Monokaliumtartrat (Weinstein) unbedenklich

http://media.arbeiterkammer.at/noe/pdfs/broschueren/E-Nummernliste_2014_web_2.pdf



3. Wie kommt man dazu Backbücher zu schreiben bzw. woher nimmt man die Ideen?

Vgl. Frage 1
Woher ich die Ideen nehme? Ich kaufe alle Zutaten ein, die meiner Meinung nach zu einem bestimmten Thema passen. Dann wird experimentiert. Ein paar Grundmuster machen es möglich, dass die „Gelingquote“ relativ hoch ist. Aber natürlich gibt es auch Tage, da produziere mehr nur Nieten als leckere Gerichte. Einmal dachte ich auch, ich hätte DEN Nusskuchen entwickelt, nur bei meinen Testessern viel der Kuchen durch. Er reihte sich auf Platz 40… von 40 neu entwickelten Nusskuchen. So wanderte nicht MEIN Nusskuchen in mein Buch, sondern der Favorit der Testesser
(Anmerkung: alle Gerichte werden vorab mindestens 4 x ausprobiert und von Testessern getestet. Nur die Favoriten schaffen es in die Bücher, wobei sich der Geschmack der Testesser nicht immer mit meinem deckt J, aber das ist auch wichtig so, sonst wären die Rezepte ja alle nur nach meinem Geschmack und nicht nach dem Geschmack der Allgemeinheit)

4.Haben sie ein Lieblingsrezept?

Das ist eine sehr schwere Frage, da meine Favoriten ständig wechseln. Bei den Keksen sind es momentan die Knuspis. Davon könnte ich jeden Tag essen.
  
4. Wer sind Ihre Testesser?

Leute, die meine Kurse besuchen und sich freiwillig melden, Freunde, Verwandte, meine Studenten, Schüler... wer Lust hat, selber mit dabei zu sein, kann mich gerne kontaktieren. Als nächstes stehen Kinderrezepte auf dem Programm. Hier sind vor allem kleine Testesser und Testkocher gefragt.

5. Ist Ihnen ein Rezept auch schon mal in die Hose gegangen?

Ja natürlich, in der Testphase immer wieder. Vgl. Frage 3. Gerade bei den Rezepten mit Zucker gibt es immer eine Niete, weil ich die gerade noch erträgliche Zuckermenge nur durch Ausprobieren ermitteln kann.

7. Sie haben ja auch beim ORF eine eigene Sendung, wäre es nicht auch einmal eine Option ins Deutsche Fernsehen zu senden?

    Den nicht jeder hier kann den ORF empfangen.

Ich bin noch nie gefragt worden ;-)

9. Wie viele Sorten an Plätzchen backen Sie zur Weihnachtszeit?

Um die 100, manchmal auch mehr. Ich habe mir zwar heuer beim Erstellen des Keksbackbuches geschworen, dass ich heuer keine Kekse backe (für das Buch musste ich allein für das Shooting über 5000 Kekse backen, über 100 Sorten x jeweils eine Partie und das in zwei Tagen), aber meine Kinder konnten mich erweichen, die Keksbackzutaten stehen schon parat ;-)

10. Haben Sie ein großes Vorbild in der Koch und Bäckerszene?

Nein! Ich halte nichts von Vorbildern, jeder muss seinen eigenen Weg gehen und sich dabei pudelwohl fühlen, nur das ist authentisch. Aber es gibt sehr viele Menschen, die ich sehr schätze. In der Kochszene ist das z. B. eine in Deutschland wenig bis unbekannte Frau, Maria Drewes, schon lange im Ruhestand. Als Autorin diverser Kochbücher punktet Frau Drewes nicht nur durch ihr unerschöpfliches know how, sondern besonders durch Menschlichkeit. Sie hat gerade im Bundesland Tirol Kochgeschichte geschrieben und das auf eine ganz besonders liebenswerte Art.

11. Bei keinem Ihrer Rezepte sind kj oder Kcal ist das beabsichtigt?

Um ehrlich zu sein findet man die Nährwertangaben im Anhang. Das ist aber nur bei den Büchern aus dem Pichler Verlag der Fall, weil das der Verlag so möchte. Der Vorteil – es haben mehr Rezepte Platz und es wird etwas übersichtlicher.

Bei allen anderen Büchern findet man die Nährwertangaben direkt bei den Rezepten.

Da ich ja nicht nur Köchin bin, sondern auch Gesundheitswissenschafterin und Diaetologin, ist es mir ein besonderes Anliegen, dass meine Rezepte auch gesund sind, sie dürfen nur nicht „gesund“ schmecken. Ich betreibe seit vielen Jahren eine Praxis für ernährungsmedizinische Therapie und ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, wenn ich einerseits ungesunde Rezepte auf den Markt bringe und andererseits dann die Folgeschäden in meiner Praxis behandle. Daher orientiere ich mich bei all meinen Rezepten an den jeweils aktuell gültigen und wissenschaftlich fundierten Richtlinien der gesunden Ernährung (DGE, DACH-Referenzwerte etc.) und achte darauf, dass meine Kreationen im Vergleich deutlich kalorienärmer und damit figurschmeichelnder ausfallen.

Übrigens, die „ungesunde“ Deko, die in Minimengen die Kekse ziert, hat auch einen wissenschaftlichen Hintergrund. Eine gesunde Deko verleitet zum Mehressen, eine ungesunde lässt uns sparsamer zugreifen. Denn auch für Gesundes gilt, zu viel Gesundes schlägt sich auch irgendwann auf die Hüften, daher mussten hier die Tricks aus der Ernährungsmedizin her halten ;-)
  
      und zu guter Letzt
  
12. was halten Sie von den Veganen Trend?

Eine logische Folge. Das was derzeit im Bereich der Tiermast passiert – Stichwort Massentierhaltung, ist einfach nur abscheulich.

Dass Menschen, die nicht die Gelegenheit haben, Produkte von extensiv gehaltenen Tieren zu bekommen, vegan essen möchten, ist durchaus nachvollziehbar. Der derzeitige Trend und die Hoffnung, dass man damit endlich seine unliebsamen Kilos oder Wehwehchen loswird, ist wohl auch Motivation so manchen Veganers.

 In Bezug auf die Gesundheit gibt es einige Problemfelder, z. B. Vitamin B 12. Wer vegan leben möchte, sollte sich auf jeden Fall von einem an einer Fachhochschule oder Hochschule ausgebildeten Experten, also einer fachkompetenten Person, beraten lassen. Wer seine Gesundheit in die Hand von selbsternannten oder medial hochgejubelten Pseudoexperten legt, muss sich bewusst sein, dass er die Rechnung erst nach ca. 10 Jahren präsentiert bekommt, denn so lange kann es dauern, bis die ersten Folgeschäden zur Geltung kommen. Bis sie gravierend werden, kann noch viel länger dauern.

Meine persönliche Meinung: Wir wissen im Moment alle noch nicht, wie sich eine vegane Ernährung tatsächlich auf Menschen auswirkt, die – ich darf es salopp so nennen – einen mitteleuropäischen Stoffwechsel aufweisen. Man weiß ja, dass nicht alle auf der Welt genau gleich verstoffwechseln. Je nach Umweltbedingungen ergeben sich teils deutliche Unterschiede, bestes Beispiel ist die Spaltung von Milch durch das Enzym Laktase, das nur sehr wenige Bevölkerungsgruppen bis ins hohe Alter behalten und auch gut nutzen können.

Die DGE warnt vor einer veganen Ernährung und zwar für Babys, Kinder, Schwangere, Senioren und wohl auch schwerkranke Menschen. Gestützt wird diese Empfehlung durch etliche Studien. Nona halten die Anhänger der veganen Ernährung dagegen. Es wird also gematcht. Veganer bevorzugen nicht selten Untersuchungen aus anderen Bevölkerungsgruppen, aber kann man diese Untersuchungen tatsächlich auf uns Mitteleuropäer ummünzen und wie „fehlerfrei“ sind diese Studien? In spätestens der nächsten Generation werden wir wissen, ob und wenn ja welche Auswirkungen eine vegane Ernährung auf uns Menschen hat. Wie sich ungesunde Ernährungsweisen und im Vergleich dazu eine gesunde Ernährung auswirken, haben wir viele Jahre geübt. Wir wissen, dass uns ungesundes Essen krank macht und gesundes gesund hält. Ob man vegan als gesundheitliche Alternative benötigt?  (Gesunde Ernährung: min. 3 x eine Portion Obst/d, min. 3 x 1 Portion Gemüse/Salat/d, min. 3 Port. „Vollkorn“ oder Kartoffeln oder Hülsenfrüchte/d, 3 Portionen Milchprod./d und pro Woche max. 3 handtellergroße – nicht handflächengroße! Portionen Fleisch inkl. aller Fleischprodukte – entspricht ca. 1,5 -  2 Mahlzeiten, 3 Eier und 2 Portionen Fisch, zum Kochen Raps- oder Olivenöl und für den Salat kaltgepresste Öle – alle Öle in moderaten Mengen)

Vegan bedeutet nicht automatisch ökologisch und schon gar nicht automatisch gesund. Viele der veganen Produkte, die heute im Handel erhältlich sind, enthalten eine Fülle an Zusatzstoffen, zugesetzten Aromen etc. Der Unterschied zu herkömmlichen  Convenienceprodukten liegt oft darin, dass nicht Tiere ausgebeutet werden, sondern Menschen, die für Hungerlöhne in fernen Kontinenten Soja, Weizen etc. ernten müssen.

Wer sich also aus ethischen Gründen vegan ernähren möchte, sollte sich meiner Ansicht nach auch um die Herkunft und Verarbeitung der veganen Produkte Gedanken machen.

Denn genau so wie bei tierischen Lebensmitteln gilt auch hier, dass man nur Produkte aus ökologischem und ethisch vertretbarem Anbau verwenden und die Produkte so unverarbeitet wie möglich einkaufen und dann selber weiter verarbeiten sollte.

Auf die religiösen Gesichtspunkte bin ich hier bewusst nicht eingegangen, da sich der momentane Trend kaum auf religiöse Ereignisse, sondern eher auf ethische stützt,
  
Persönlich glaube ich, dass der Trend nach spätestens 5 – 10 Jahren wieder abflachen wird.

Meine Wünsche:

Ein ressourcenschonender Umgang mit allen Produkten auf allen Ebenen

Bsp. Lebensmittel

Deutlich weniger Fleischkonsum und Konsum von tierischen Produkten in der gesamten Bevölkerung und wenn tierische Produkte, z. B. Fleisch, dann nur von Tieren aus artgerechter Haltung. Das unterstützt nicht nur unsere Gesundheit, sondern ist auch ethisch vertretbarer. (in Bezug auf die gesundheitliche Wirkung – Inhaltsstoffe - besteht ein riesen Unterschied zwischen Tieren aus artgerechter Tierhaltung und Masttieren, z. B. im Bereich Arachidonsäure => Rheuma, gesättigten Fettsäuren => KHK, Adipositas, Cholesterin, intramuskulärer Fettanteil etc. – aber das wäre eine andere Geschichte)

Weg von diesem optisch Perfekten! Z. B. Jeder Apfel im Regal muss gleich groß sein, die Farbe wird über einen Farbscanner ermittelt, wenn ein Apfel nicht in das Schema passt, fällt er durch. Ist die Karotte krumm, mag man sie nicht, ist ja optisch nicht perfekt. Mein Motto bei all meinen Kursen „Mut zur Hässlichkeit!“.


Weg von diesem „mindestens haltbar bis“ Wahn: Ein Produkt ist nicht verdorben, wenn das MHD abgelaufen ist, sondern wenn es verdorben riecht, schmeckt oder aussieht. Für den Menschen gefährliche Produkte werden ohnehin nicht mit MHD gekennzeichnet, sondern mit „zu verbrauchen bis“. Anstatt uns Gedanken über das MHD zu  machen, sollten wir wieder anfangen unsere Sinne zu schulen, denn ein Lebensmittel kann auch vor Ablauf des MHD verdorben sein.

Liebe Angelika Kirchmaier
vielen Dank für das tolle Interview bei dem ich auch noch was lernen durfte :)
Herzliche Grüße
Carmen Benner