Rezension
von Lea Zander
Produktbeschreibung:
Herausgeber : Gmeiner-Verlag
Erscheinungstermin : 10. Juni 2026
Sprache : Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 336 Seiten
ISBN-10 :
3839281059
ISBN-13 :
978-3839281055
Kurzbeschreibung:
Junes größter Traum endet in einer Niederlage – und mit ihm
die Hoffnung, den Erwartungen ihrer Mutter jemals gerecht zu werden.
Überfordert flieht sie auf das Weingut ihrer besten Freundin Liv. Zwischen
malerischen Weinbergen und lauen Sommernächten will sie zu sich selbst
zurückfinden. Auf dem Weingut begegnet sie Felix, Livs älterem Bruder, der hin-
und hergerissen ist zwischen der Pflicht, das Familienweingut zu übernehmen,
und dem Wunsch nach einem eigenen Leben – und der genau sieht, wie zerbrechlich
June wirklich ist. Im Laufe des Sommers wächst zwischen ihnen eine leise Nähe.
Als ihre Ängste drohen, alles zu zerstören, müssen beide entscheiden, wofür es
sich zu bleiben lohnt.
Autoreninformation:
Lea Zander, geboren 1989, malt die Welt mit Worten.
Gemeinsam mit ihrer Familie lebt sie in Speyer. Ihre Leidenschaft gilt leckerem
Tee, goldenen Herbsttagen, Liebesgeschichten und dem Meer. Leas Texte zeichnen
sich durch einen poetischen Stil, lebendige Charaktere und aktuelle Themen aus.
Auf Instagram und TikTok teilt sie gerne Poesie, Mutmachgedanken und Einblicke
in ihren Schreiballtag.
Fazit:
Dieses Buch legt gleich zu Beginn offen, worum es geht: June
fühlt den Druck, einen perfekten Traum zu erfüllen, und dieser Druck macht ihr
Angst. Als der Traum scheitert, flüchtet sie aufs Weingut ihrer Freundin Liv,
um Abstand zu finden und wieder zu sich selbst zu gelangen. Die Umgebung mit
den Weinbergen und den lauen Sommernächten wirkt dabei wie ein sicherer Ort,
der Ruhe schenkt. Auf dem Weingut trifft June auf Felix, Livs älterer Bruder.
Er merkt, dass June Mental angeschlagen ist, und bietet ihr behutsam seine
Hilfe an. Es gibt kein aufbrausendes Drama, sondern ruhige Gespräche, kleine
Gesten und stille Momente, in denen Vertrauen wachsen kann. Zwischen June und
Felix entwickelt sich eine sanfte Nähe, die sich vorsichtig und langsam
entfaltet – wie eine Blüte, die Zeit braucht.
Die Geschichte bleibt schlicht, aber ehrlich. Sie zeigt den
Druck der Eltern, den Wunsch nach eigenem Weg und die Angst vor dem Scheitern.
Gleichzeitig erinnert sie daran, wie wichtig Unterstützung ist: eine
freundliche Nachricht, ein gemeinsamer Moment oder einfach jemandem zuzuhören.
June lernt langsam, ihren Wert nicht an den Erwartungen anderer zu messen,
sondern daran, was ihr wirklich wichtig ist.
Der Stil ist angenehm klar: einfache Sätze, viele
alltägliche Momente. Bilder die sich in unseren Köpfen zeichnen. Die Charaktere
wirken echt und nahbar – sie machen Fehler, sie wachsen und wagen neue
Schritte. Man spürt die Wärme und die Hoffnung, die trotz des Schmerzes spürbar
bleibt.
Under the Vineyard Sky ist eine Geschichte über
Selbstfindung, Mut und Nähe. Eine gute Wahl, wenn man eine gegenwärtige
Liebesgeschichte sucht, die ohne große Dramatik auskommt, aber Herz zeigt. Das
offene, hoffnungsvolle Finale lässt Raum für eigene Fantasie und die Hoffnung
nach mehr.
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