Sonntag, 1. März 2026

Die Schuldlosen

 

 

 

Rezension



Die Schuldlosen                                                               


von Petra Hammesfahr

 

 

 

Produktbeschreibung:

Herausgeber ‏: ‎ SAGA Egmont

Erscheinungstermin ‏: ‎ 11. Februar 2026

Sprache ‏: ‎ Deutsch

Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏: ‎ 448 Seiten

ISBN-10 ‏: ‎ 3987500794

ISBN-13 ‏: ‎ 978-3987500794

 

Kurzbeschreibung:

Am Ostersonntag verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer im Dorf: Janice Heckler ist tot in der Greve gefunden worden, halbnackt und offensichtlich ertränkt. Auf den Täter einigt man sich in Garsdorf schnell: der Nachbar. Alex Junggeburt – als Kind noch von allen bedauert, als Jugendlicher gefürchtet, als Erwachsener verteufelt.

Sechs Jahre später kommt Alex frühzeitig aus der Haft frei. Sein erster Weg führt ihn zurück an den Ort des Geschehens – in sein Elternhaus. Kaum jemand im Dorf ist darüber glücklich: Die einen fürchten seine Rache, die anderen weitere Gewalttaten. Wenig später wird die Leiche von Heike Jentsch gefunden ...

 

Autoreninformation:

Petra Hammesfahr schrieb mit 17 ihren ersten Roman. Mit ihrem Buch „Der stille Herr Genardy“ kam der große Erfolg. Seitdem schreibt sie einen Bestseller nach dem anderen. Die Autorin lebt in der Nähe von Köln.


Fazit:

Am Ostersonntag schockt eine Nachricht das Dorf Garsdorf: Janice Heckler wird ermordet in der Greve aufgefunden, halbnackt und ertränkt. Schnell scheint der Täter festzustehen: der Nachbar. Alex Junggeburt – früher ein geächtetes Kind, später verachteter Erwachsener – wird aus der Haft entlassen und kehrt in sein altes Umfeld zurück. Die Ankunft im Elternhaus entfacht neue Spannungen: Rachepläne, Angst vor weiterer Gewalt und das rubbige Echo der Vergangenheit. Noch bevor die Polizei den Fall abschließt, wird eine weitere Leiche gefunden: Heike Jentsch. Wer steckt hinter den Taten, und wie tief reichen die Geheimnisse des Dorfes?

Die Geschichte hält von der ersten Seite an die Luft spannend: kurze Kapitel, rasante Wendungen und klar gegliederte Perspektiven.

Der Autor versteht es, die Grauzonen der Dorfgemeinschaft gekonnt zu zeichnen: Misstrauen, Gerüchte, Schuldzuweisungen – und doch bleibt Suspektheit oft nah an der Wahrheit.

Atmosphärisch dicht: ein kleinstädtisches Milieu, das von alten Wunden und fragwürdigen Loyalitäten durchdrungen ist.

Der Aufbau führt konsequent durch Verdächtigungen, Enthüllungen und schockierende Neugestaltungen der Vergangenheit.

Alex Junggeburt ist kein einfacher Protagonist: gezeichnet von der Vergangenheit, doch mit dem Willen, die Ereignisse zu entwirren. Seine Rückkehr ins Dorf ist der Anker der Handlung.

Die Dorfbewohner wirken realistisch ambivalent: wer Vertrauen schenkt, wer Verdächtigungen schürt – und wer seine eigene Nähe zur Wahrheit nicht wahrhaben will.

Schuld, Vergeltung und die Macht der Gerüchte.

Die Frage, wie viel Wahrheit hinter Lügen und Vorurteilen steckt und welche Kosten Wahrheit und Gerechtigkeit haben.

Fans von düsteren Dorfromanzen, in denen Vergangenheit und Gegenwart miteinander ringen sind hier genau richtig.

Die Schuldlosen bietet eine durchgehend fesselnde Mischung aus Verdacht, Enthüllungen und menschlichen Abgründen. Ein spannendes Leseerlebnis, das bis zum Schluss packt und dabei keine einfachen Antworten liefert. Ein fesselnder Pageturner, der langsam, aber sicher die Fassade einer perfekten Dorfgemeinschaft zum Zeugenstand ruft.

 

4****Sterne

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen