Samstag, 30. August 2025

Die Bierhexe

 

 

 

Rezension




Die Bierhexe                                                                    

von Nick Stein

 



 

Produktbeschreibung:

Herausgeber ‏: ‎ Gmeiner-Verlag

Erscheinungstermin ‏: ‎ 9. Juli 2025

Sprache ‏: ‎ Deutsch

Seitenzahl der Print-Ausgabe  : ‎ 448 Seiten

ISBN-10 ‏: ‎ 3839208564

ISBN-13 ‏: ‎ 978-3839208564

 

Kurzinformation:

Salthall, 1151. Die unbeschwerte Jugend der jungen Amalia endet abrupt, als ihre Eltern sie verheiraten wollen. Weil sie nicht die Frau eines Schweinebauern, sondern Heilerin und Brauerin werden will, bleibt ihr nur die Flucht, um ihre Lehre bei der berühmten Hildegard von Bingen abzuschließen. Doch der Weg dorthin ist weit. Ein Zufall führt sie auf die Winzenburg, wo sie Bischof Bernhard von Hildesheim kennenlernt. Zwar kann sie ihn von einigen Leiden kurieren, doch weist sie seine Avancen zurück und macht sich damit einen mächtigen Feind …

 

Autoreninformation:

Nick Stein lebt mit seiner Frau und zwei Hunden im Süden Niedersachsens in der Nähe der Bierstadt Einbeck und von Salzderhelden, der Romanvorlage für Salthall. Nach dreißig Jahren in China widmet er sich heute dem Schreiben und dem Naturschutz. Er hat über zwanzig Krimis und sozialkritische Werke veröffentlicht. Als Hobby erforscht er die Geschichte der Region, braut historische Biersorten nach alten Rezepten und beschäftigt sich mit Heilkräutern, was ihn zu seinem Roman »Die Bierhexe« inspiriert hat.

 

Fazit.

Die Bierhexe verwebt historische Kulisse mit einer fesselnden Erzählstil und schafft so eine atmosphärisch gute Lektüre. Die Recherche wirkt solide, Details stimmen und verleihen dem Setting Glaubwürdigkeit. Protagonistin und Nebenfiguren tragen die Handlung mit individuellen Zielen, doch manche Charakterzüge bleiben flach oder klischeehaft. Der Roman gelingt es, Alltagsleben, religiöse Spannungen und gesellschaftliche Restriktionen glaubwürdig abzubilden. Tempo und Spannungsbögen wechseln passend zwischen ruhigen Passagen und packenden Momenten, verlieren jedoch gelegentlich den Schwung. Die Konflikte sind historisch fundiert, doch manche Wendungen wirken vorhersehbar. Stilistisch überzeugt der Autor mit klarer, bildhafter Sprache, die das Zeitalter lebendig macht. Dialoge tragen Authentizität, bleiben aber gelegentlich zu routiniert. Die komplexen Machtverhältnisse zwischen Ständen, Handwerkern und Obrigkeiten werden schlüssig aufgearbeitet. Insgesamt bietet der Historienroman eine solides Leseerlebnis für Fans historischer Romane, die Wert auf plausible Details legen.

  

 

3***Sterne

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